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Susanne Weikl
Praxis für Selbstheilung und Lebensgestaltung

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Westkanada 2010 – die Kraft der Begegnung erfahren

 

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Haida Gwaii oder die Queen Charlotte Inseln
Sie sind 150 km vor der Küste Westkanadas und der Ort der indianischen Ureinwohnern, den Haida. Die Inseln haben einen einzigartigen Regenwald mit bis zu 1000 Jahre alten Zedern und Fichten und die Haida sind sehr erfolgreiche Umweltaktivisten. Ihr Ziel ist es, dass alle Inseln zum Naturreservat erklärt werden und auch der Meeresraum im –umkreis von 5 km. Die Inseln erreicht man nach einer 7-8 stündigen Fährüberfahrt über die Hecate Strait. Die Legende erzählt, dass der Kummingbird, der Kolibri, die ersten Haida vor 10.000 Jahren aus Alaska zu diesen Inseln geführt hat. Und Zugvögel gibt es viele dort, heimisch sind Weißkopf-seeadler und Raben in großer Anzahl. So verwundert es nicht, dass die Haida seit Jahrhunderten in den Adler- und den Rabenclan unterteilt werden. Ihre Ahnen bauten beeindruckende Häuser aus Zedernholz und die Dörfer wurden von 15 m hohen Totempfählen dominiert.

 

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Auf Haida gibt es 2 Haida-Reservate, Skidegat und Old Masset. Hier wurden die Haida von der kanadischen Regierung angesiedelt, als sie ihre Häuser in den Wäldern aufgeben mussten, weil nach der Ankunft der Europäer die Haida von Pocken heimgesucht wurden und bis 1915 fast ausgestorben waren. Ihre ehemaligen Dörfer im Regenwald sind heute Weltkulturerbe. Den Haida wurde ihre Sprache, Religion, Kleidung kurz ihr gesamtes traditionelles Leben verboten. Die Kinder wurden den Eltern weggenommen und in weit entfernte Residential-schools, eine Art Internate untergebracht. Nur wenige Haida konnten diesem System entkommen und ihr Wissen erhalten. Ihnen ist es zu verdanken, dass es heute unterrichtet werden kann. Schon die Kleinsten lernen wieder Trommeln, Körbeflechten aus Zedernrinde, Schnitzen, Malen, traditionelle Lieder und Geschichten, sowie Kräuterkunde und Medizinherstellung. Und das geschieht mündlich und wird so lange erzählt, bis man es Wort für Wort auswendig weiß.


Ich habe mich mit einigen Haida unterhalten, sie sind sehr zugänglich und wenn sie spüren, die Herzen sprechen, dann spricht auch ihre Zunge.
Auf Haida Gwaii gibt es nur 100 km geteerte Straßen, die Ruhe und Stille dort ist wundervoll.
Am Meer sitzen und zuschauen wie die Adler kreisen, im Sturzflug im Meer ihre Beute zu fangen, den Stamm eines Baumriesen im Rückenspüren oder einfach der Stille lauschen. Entdeckt man dabei das Geheimnis des Seins?

 

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Auf Moresby Island, hier sind die verlassenen Dörfer, heilige Orte der Haida. Sie können nur mit dem Boot und zu Fuss besucht werden. Das Wasser dort ist so klar, das man vom Boot aus Seesterne, Seegurken, Mondschnecken und Krebse  erkennen kann.

 

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Haida Gwaii scheint heute ein Symbol zu sein, das ein Miteinander leben verschiedener Kulturen durchaus möglich sein kann. Es ist ein Platz der die Menschen wieder mit der Wildnis und der Stille verbindet. Die größte Bedrohung ist die Öl- und Holzindustrie und die Sportfischerei. Für mich war es ein Segen dort gewesen zu sein.

 

Begegnungen:
Leo, children of the salmon, 50 Jahre

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Er ist ein Multitalent, ist Holzschnitzer, Trommelbauer, Heiler. Unterrichtet die Kinder im traditionellen Gesang, Trommeln, Haidasprache, Volkskunde und der Medizinherstellung. Er sagt für jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. Die Menschen müssen kommen und um Heilung fragen, so ist es Tradition. Seinen Lebensunterhalt verdient als Pizzabäcker. Wir sprechen über meine Heilarbeit und er sagt es ist eine gute Arbeit und sehr wichtig für die Menschen. Es ist nicht wichtig, dass ich Europäerin bin, die Arbeit und die Art und Weise es zu tun, darum geht es, erklärt er mir.
Wenn er heilt, schaut er den Menschen in die Augen und sieht ihr 2. Gesicht, darin liest er was es zu heilen gibt. In seiner Werkstatt hängen Holzmasken aller Größen an der Wand, sie symbolisieren Schutzgeister oder Krafttiere.
Er erzählt, wie schwer es ist gutes Holz zu bekommen. Die Ureinwohner werden nicht gefragt wenn Bäume gefällt werden und die Holzindustrie zahlt hohe Preise. Leo ist auch Hüter der Spruce tree, einem 300 Jahre altem Sitkafichte. Dieser heilige Baum wurde 1997 nachts von einem Umweltaktivisten gefällt. Es hat Jahre gedauert bis er ein Stück vom Stamm dieser Fichte bekommen hat um eine Maske zu schnitzen. Für die Haida sind Bäume wie Brüder.
Trotz umfangreicher Massnahmen gibt es für die Haida nicht mehr viel Lachse. Er beklagt die vielen Sportfischer auf der Insel, die in teuren Holzcabins urlauben und den Einheimischen die Fische wegfangen. Der Lachs ist ein heiliges Tier für sie.

Er erzählt, dass Eingeweihte der Haida sich zu bestimmten Zeiten im Jahr an uralten Kraftplätzen treffen, und dort jahrhundertealte Rituale zelebrieren. Wer in dieses Wissen eingeweiht wird, erkennen sie durch sorgfältiges Studieren und Beobachten ihrer Mitmenschen.
„Reibe die Trommel oder Rassel bevor du sie zum tönen bringst, so verbindest du dich mit dem Geist des Instrumentes“, rät er mir. Dann zeigt er mir seine Ritual-Trommel, eine Doppeltrommel, Durchmesser 60 cm und spielt sie. Wow, was für ein Instrument um auf Traumreisen zu gehen.

Ich frage ihn nach einer kleinen Trommel und er gibt mir seine kleine Trommel mit der er über 25 Jahre Haidakinder im Singen und Trommeln unterricht hat. Als ich ihn bitte einen Adler drauf zu malen, leitet er mich an es selber zu tun. Er übergibt mir die Trommel mit seinem Spirit, der mich unterstützen und leiten wird.
Am nächsten Tag mache ich im Regenwald eine Reise zum Geist der Trommel und bitte ihn in diesem Ritual mich bei meiner Arbeit zu unterstützen. Eine Naturkirche ist der würdige Rahmen dazu, der Altar ist der Rest eines Baumriesen, dessen Stamm aus dem Boden ragt, dessen Holzfasern wie eine Tropfsteinhöhle aussehen, ich sitze auf einem dicken Stamm der mit Moos, Farnen und Baumpilzen bewachsen ist, im Hintergrund plätschert ein Bach und die Morgensonne wirft ihre ersten Strahlen durch die Baumriesen hindurch. Nach einer Räucherung beginne im Rhythmus des Herzschlages der Erde zu trommeln und die Geister des Waldes musizieren mit mir.

Linda, Haida, Naturführerin, Lehrerin für Singen und Volkskunde
musste zwangsweise in eine Residentialschool, nur ihre jüngste Schwester durfte zuhause bleiben, weil ihr Vater dafür gekämpft hat.
Sie sagt, so wurde die Familie zerrüttet, die Eltern lernten nie Eltern zu sein und die Kinder kannten die Elternliebe nicht. Das wirkt sich enorm auf die nachfolgenden Generationen aus.
Sie hat jetzt mit Ende 50 begonnen Haida zu lernen. Das sein sehr schwer! Die Sprache soll Ähnlichkeit mit Deutsch und Chinesisch haben, auffällig sind die vielen Doppelbuchstaben.
„Wenn unsere kleine Behausung unordentlich ist, sind wir nicht unglück-lich. Dagegen sind wir sehr empfindlich, wenn die große Behausung, das Meer und der Wald nicht in Ordnung ist.“ sagt Linda.
Wir hören Vögel singen und wir lauschen wir ihrem Lied. Linda erzählt dass, 2 Frauen aus ihrem Clan den Gesang der Vögel verstehen können. Sie hören so lange zu, bis sie das Lied verinnerlicht haben, um es dann den Mitgliedern des Clans zu lehren.
Sie sagt es ist wichtig, über dein Wappen zu sprechen. Das gehört zum sich vorstellen dazu. Die Wappentiere der Haida sind z. B. Killerwal, Adler, Rabe, Kolibri, Lachs, Bär, Wolf, Frosch. Jeder Clan hat mehrere Wappen-tiere.
Die Haida haben bei der Regierung einen Antrag gestellt, dass sie gefragt werden welche Bäume wo gefällt werden. Sie lassen die Bäume in ihrem Tempo sterben, sie sind eine Art Totempfähle im Wald. Die alten Baumriesen wurden nur für Totempfähle gefällt, der Baumgeist wurde vorher gefragt. Bricht der Baum beim Fällen, ist es ein Zeichen, dass er nicht bearbeitet werden will. Das wird respektiert und der Baum wird im Wald liegen gelassen. Er dient dann als „Amme“ für andere Pflanzen.

 

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George, 60 Jahre der Arzt der heute Gärtner ist
Ist vor 35 Jahren aus Minnesota nach Haida gekommen um dort als Arzt zu arbeiten. Damals war es noch möglich für wenig Geld eine kleine Insel zu kaufen. Nach wenigen Jahren hat er seinen Arztjob gekündigt, er fühlte sich fremdbestimmt. Dann hat es als Holzarbeiter, Fischer und Handwerker in Gelegenheitsjob gearbeitet, ist Kanu gefahren wenn er Lust dazu hatte und hat in Eigenarbeit zusammen mit seiner Frau ein Haus auf seiner Insel errichtet, seine eigene Stromanlage gebaut und das Wasser bekommt er über eine Zugang von der Nachbarinsel. Er ist weitgehend Selbstversorger, zeigt uns seinen großen Garten und seine Gewächs-häuser. Seit einigen Jahren pflanzt er darin Tomaten und Gurken an und verkauft sie jeden Samstag auf dem Farmermarkt. Dort habe ich ihn getroffen und er hat uns mit dem Boot auf seine Insel eingeladen. Seine Frau betreibt einen gut sortierten Bioladen und seine 3 Kinder sind auf der Insel aufgewachsen.
Seine mittlere Tochter, Vivienne, treffen wir einen Tag später, sie leitet
den Ausflug zu den alten Haidadörfern. Sie ist ein richtig glückliches Naturkind. Im Sommer lebt sie auf der Insel und im Winter studiert sie Meeresbiologie in Neufundland

 

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Bären, Elche, Rehe, Rekitze, Adler und Raben
Es ist erstaunlich wie zutraulich, unbeeindruckt und vertrauensvoll die Tiere sind. Trotz Highway überqueren sie die Straße, jagen ihre Beute und lassen sich fotografieren, ohne sich beim Essen stören zu lassen. Ich war sehr in Versuchung die kleine Bären zu streicheln.

 

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Heilertreffen der Cree-Ureinwohner in nahe Edmonton

1.Das Wetter

Sintflutartige Regenfälle beginnen am Vorabend und halten den ganzen Tag an. Es war schon ein Abenteuer an sich, durch die matschigen Feldwege zum Heilertreffen zu fahren. Beatric Morn, Creefrau, die alle Fäden in der Hand hält, sagte dieses Wetter ist eine Herausforderung der Geister und Resultat der umfangreichen Heilungs- und Reinigungs-zeremonien, die vor Beginn des Treffens durchgeführt wurden. Und sie sagte wir werden es schaffen! Tatsächlich am nächsten Tag scheint die Sonne, trocknete die Erde, die Luft ist lieblich und klar, die Menschen strömten herbei und das Thermometer klettert von 11 auf 25 Grad.

2.Umgang mit dem Wetter

Es war eine Freude die Ureinwohnerkinder in Regen und Matsch beim Spielen zu beobachten. Die Elders betonten nachdrücklich, dass es keine bessere Heilung für Mutter Erde gäbe, als Regen. Die wenigen weißen Besucher stapften tapfer durch den Matsch, zogen ihre langen Unterhosen an und in den Tipis der Heiler wurde Feuer angezündete und der Horse-dance fand eben im Regen statt. Während der heftigen Gewitterstürmen wurden die Zelte geschlossen, gut festgehalten und die Fahrer der kleinen Golf-karts, fuhren unbeirrt die Menschen durch Matsch und Pfützen in das abgegrenzte Gebiet der Heiler. Die bis oben mit Dreck verspritzte  Kleidung wurde am Abend gewaschen.

3.Wissenswertes zum Heilertreffen

Das Heilertreffen wird jedes Jahr von den Cree Ureinwohnern von Alberta veranstaltet. Alle 4 Jahre findet ein Ortswechsel statt und eine andere Gruppe ist für die Organisation zuständig. So war es dieses Mal anders als vor 5 Jahren, als ich schon einmal teilgenommen habe. Es gibt viele unermüdliche Helfer, die kochen, Geschirr spülen, aufräumen, Fahrdienst organisieren, Fragen beantworten, Durchsagen machen, jeden will-kommen heißen, die Besuche bei den Heilern organisieren, Schlafplätze zur Verfügung stellen und überhaupt dem ganzen Treffen einen Rahmen geben. Das Heilertreffen finanziert sich aus Spenden und staatlichen Zuschüssen. So haben auch sozial schwache Menschen Heilmöglichkeiten. So kam z. B: eine Sozialarbeiterin mit einer Gruppe Obdachloser. Auch Kinder aus zerrütteten Familien, sowie Alkohol- und Drogenkranke werden behandelt. Beatric, die auch als Sozialarbeiterin arbeitet und neben ihren 6 Kindern und 19 Enkeln noch ein 8-jähriges Mädchen, dessen Mutter „abgestürzt“ betreut, erzählte mir, sie sei sehr glücklich darüber, dass die Mutter gestern zu einem Heiler ging und sie hoffe, dass die Mutter wieder einen Weg findet sich um ihre Tochter zu kümmern. Der größte Wunsch des Mädchens sei es, wieder mit ihrer Mutter zu leben. Sie frage Beatric jeden Tag wann das sein wird.

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4.Was wird angeboten?

Neben den Heilbehandlungen werden Schwitzhütten und Rituale, wie z. B. Horsedance (Danken für das was ist), Chickendance (Unterstützen der verstorbenen Seele) und Pfeifenzeremonien angeboten. Kinder und Jugendliche werden unterrichtet im Trommelbau, Tipibau, Räuchern, Singen und Volkskunde. Alle werden von Morgens bis Abends voll verpflegt. Bei der Essensausgabe gilt eine feste Reihenfolge, zuerst die Elders, dann die Heiler, dann die Gäste, dann die Helfer und dann alle anderen Menschen.

5.Miteinander

Ich habe mich während des gesamten Heilertreffens als voll integrierten Menschen gefühlt. Wenn ich etwas wissen wollte habe ich ausführliche Erklärungen bekommen oder sie haben mir gezeigt wer darüber am besten Auskunft geben kann. Nachdem Horsedanceritual wurde eine lange Schlange gebildet und jeder hat jedem die Hand geschüttelt, das hat eine gute Verbindung geschaffen. Sie haben mir gute Hinweise gegeben, z. B. nach dem Horsedance einmal die Runde zu gehen, die die Pferde gegangen sind und die Energie zu spüren, eine gute Erfahrung!
Dann habe ich den Autoschlüssel im Auto eingesperrt. Kein Problem, du fragst einen um Hilfe und der kennt wieder einen, der einen kennt, der einen kennt der einen Metallbügel hat und der kennt einen der sich auskennt und dann kommt einer der es sich zutraut und dann ist die Tür offen. Und sie ist offen weil er es sich zugetraut hat und nicht weil bei über 90 % Arbeitslosigkeit bei den Ureinwohnern die kriminelle Energie besonders hoch ist.

6.Winston, einer der Elders

Er unterrichtet die Jugend. Uns hat er im Singen unterrichtet, in dem er traditionelle Lieder erklärt und vorgesungen hat, dann sind wir ins philosophieren gekommen. Er nimmt ein Stück Holz und zeichnet einen Kreis in den Sand, dann sagt er: Vor langer Zeit ist der weiße Mann gekommen um unseren Kreis zu beschädigen. Doch er wird wieder kommen und uns helfen den Kreis wieder zu heilen. Ich sage zu ihm: Sind nicht die Kreise aller Kulturen beschädigt und müssen wir nicht alle unsere Kreise heilen? Ja sagt er und wir Ureinwohner haben die Aufgabe euch an das tiefe spirituelle Wissen darum zu erinnern. Und ich spreche mit dir darüber und du sprichst mit anderen und so entsteht ein neuer Kreis, ein heilender Kreis. Jeder von uns macht es auf seine Art. Du musst wissen wer du bist und ich muss wissen wer ich bin. Du bist anders wie ich. Das gilt es zu akzeptieren und uns zu erinnern dass wir alle aus der gleichen Quelle stammen. Und das beschäftigt mich, dieser alte Mann der so überzeugend zu mir sagt: I know who I am. Weiß ich es ganz genau? Bin ich schon an mein tiefstes Inneres gelangt?

Beatric Morn, Creefrau und Hauptorganisatorin
Sie hat mich zum Heilertreffen eingeladen und meine spirituellen  Helfer haben mir im März geraten ihr eine Kräuteressen mitzubringen.
So habe ich im Frühjahr diese Essenz hergestellt und sie ihr am 1. Tag gegeben mit dem Hinweis sie im Brustbereich einzureiben. Beatric war sehr froh darüber, sie hat seit 2 Monaten einen hartnäckigen Ausschlag in diesem Bereich, der sich nun im Gesicht ausbreitet. Mein Angebot ihr eine Heilbehandlung zu geben, hat sie gerne angenommen. Sie meinte, wir bitten die Geister um 15 Minuten Freiraum dafür. Und die Geister haben dass eingerichtet, wir konnten die Heilbehandlung ungestört hinter einem Wohnwagen durchführen. Als ich fertig war sagte sie: „Vielen Dank, es ist geheilt, ich spüre das. Ich habe dafür gebetet, dass jemand außerhalb meines Stammes kommt und du bist es. Dann hat sie mich ganz innig und herzlich eingeladen in 2011 als Heilerin beim Heilertreffen der Cree zu arbeiten. Was für eine Ehre!

 

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Helen Wesley, 65 Jahre, Stony-Clan, Rocky Mountains
Helen ist eine sehr erfahrene traditionelle Heilerin. Die Stonys machen einmal im Jahr das Sundanceritual. Dazu treffen sich die Menschen im Kreis und essen und trinken 4 Tage und Nächte nichts. Ein Medizinmann betreut die Gruppe und betet für sie. Helen versichert mir, dass niemand Durst- oder Hungergefühle hat. Das ist eine Erfahrung die ich gerne einmal machen möchte.
„Das was für uns die Geister sind, das sind für Euch die Engel. Sie warten in den 4 Himmelsrichtungen bis wir sie rufen und sie kommen wenn wir beten.“
„Der Patient muss sich selber heilen, deshalb muss er während ich die Geister für ihn rufe, selber für sich beten. Nur wenn der Patient sich verantwortlich fühlt, kann Heilung geschehen.“ sagt Helen.

John, Maori aus Neuseeland, 38 Jahre
John ist extra für dieses Heilertreffen aus Neuseeland gekommen. Ein Maori mit vielen Bemalungen, ein stämmiger Kerl, hat nach eigenen Angaben 15 Ehefrauen J, liebt Schokolade und ist ausgebildet in der Kunst der spirituellen Massagen, die tiefste Blockaden löst. Tatsächlich fühle ich mich nach der Behandlung wie eine Gummipuppe, total elastisch.
3 Tage später spüre ich sämtliche Schmerzen, die ich jemals auf meiner Körperrückseite hatte. Wow, da hat die Behandlung viele gespeicherte Erinnerungen hervorgeholt, die noch mal aufblühen um zu heilen. Er macht die Behandlungen zusammen mit seiner Schwägerin Billy. Sie ist die feine, tiefsinnige Heilerin und er der lustige, witzige, gesprächige, immer zu Scherzen aufgelegte Heiler. Eine gute Mischung. Während der Behandlung hat der Regen durch die Tipi-Öffnung getropft, doch John war der pure Sonnenschein, allein die Begegnung mit ihm ist heilend. Die beiden einmal in Neuseeland besuchen und in der Maorigemeinschaft leben, hat was!
John und Billy singen während der Behandlung wundervolle Heillieder in der Maorisprache, ganz zarte Töne, die mich ganz tief im Herzen berühren. Sie sagen, wir arbeiten immer mit unseren Spritis wenn wir massieren. Ein wichtiger Spirit der Maori ist der Drache.

 

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Haawa - Haawasaan duungth kiing saang – Danke und Auf Wiedersehen!

 

Susanne Weikl - Lebensgestaltung mit Huna - Weberweg 8 - 89233 Neu-Ulm - Telefon: 0731- 714772 - Email: suwei@arcor.de